|
Memorys

Auf dieser Seite möchte ich meine Katzen vorstellen, die mich einen Teil meines
Lebens begleitet haben. Jede von ihnen war etwas ganz Besonderes und ich
vermisse sie sehr. Ich hoffe, dass wir uns eines Tages auf der Regenbogenbrücke
wiedersehen werden.
Murle (1961 – 1973)
Murle bekam ich als 5 Monate altes Kätzchen. Damals lebte ich noch in meinem
Elternhaus. Sie war ein sehr ängstliches Kätzchen und traute sich nicht nach
draussen. 1965 nahmen meine Eltern eine Dackelhündin mit dem Namen Heidi auf,
deren frühere Besitzer ein Baby bekamen und Heidi leider mit grosser Eifersucht
reagierte. Das Problem war aber, dass Heidi leider auf Katzen dressiert worden
war. Mit viel Liebe und Geduld hatten wir es dann erreicht, dass sich Murle und
Heidi vertrugen. Es wurde die grosse Liebe. Murle durfte an Heidis Fressen und
sie traute sich sogar mit ihrer Hundefreundin auf die Terrasse. Oft lagen sie
zusammen im Körbchen und kuschelten. Murle war eine kleine Kuschelmaus, aber sie
fühlte sich nur im Erdgeschoss und in der Nähe von ihrer Kumpeline wohl. So
entschloss ich mich schweren Herzen, sie nicht zu trennen, als ich damals
auszog. Leider fand meine Mutter Murle nur ca. 14 Tage später morgens in ihrem
Körbchen eingeschlafen vor. Ob sie mich zu sehr vermisst hatte, oder aber an
Alternsschwäche eingeschlafen war, konnten wir damals nicht feststellen.
Mucki (1973 – 1977)
Mucki war ein schwarz-weisser kastrierter Kater, der mir damals zugelaufen
war. Er liebte seine Freiheit, kam aber regelmässig jeden Abend heim und sorgte
gut für mich *gg*. Fast jeden Tag lagen Mäuse und allerlei anderes Getier vor
meiner Haustür. Er liebte es, auf meinem Schoss zu liegen und sich sein
Bäuchlein massieren zu lassen. Seinen Lieblingsplatz auf dem Sofa verteidigte er
auch gegenüber Besuchern. Dann konnte er diese mit seinen Blicken und seinem
Miauen dazu überreden, doch bitte sein Plätzchen zu räumen. Leider fand ich ihn
eines morgens überfahren auf der Strasse in der Nähe meiner Wohnung. Zwar war es
eine sehr ruhige Wohngegend, aber wohl doch nicht ruhig genug.
Schneewittchen (1977 – 1977)
Kurz nach Muckis Tod standen 2 relativ junge Katzen vor meiner Tür. Ob sie
Schwestern und aber Freundinnen waren, wusste ich nicht.Niemand vermisste sie,
trotz Anzeigen, also beschloss ich, diesen zwei Schmusetigern ein neues Zuhause
zu geben. Leider stellte sich bei einem Tierarztbesuch wegen der evtl.
Kastration und Impfung dann raus, dass sie trächtig waren und es für einen
Abruch schon zu spät war. Wenige Tage vor dem wahrscheinlichen Geburtstermin
bemerkte ich Blutungen bei Schneewittchen. Ich fuhr sofort zum Tierarzt und der
machte einen Kaiserschnitt. Leider waren alle Kitten schon tot und
Schneewittchen hatte eine starke Blutvergiftung. Ich bekam sie wieder mit heim,
aber leider ist sie aus der Narkose trotz Wiederbelebungsversuche nicht
aufgemacht. Der Tierarzt meinte dann, die Katze wäre zu jung und zu eng gebaut
für eine Geburt gewesen.
Dicki (1977 – 1988)
Natürlich hatte ich jetzt grosse Angst, dass es auch bei Dicki zu
Komplikationen kommen könnte. Ich bat den Tierarzt, sie doch mit Kaiserschnitt
zu entbinden. Hinterher sagte er, dass es die richtige Entscheidung gewesen
wäre, auch bei Dicki hätte es Probleme mit der Geburt geben können. Dicki war,
genau wie ihre Schwester/Freundin, genau wusste ich es ja nie, eine sehr
freiheitsliebende Katze. Sie musste immer das Gefühl haben, dass sie egal wann,
immer durch die Katzenklappe kommen und gehen konnte, wie sie wollte. Da sie nun
alleine war, versuchte ich ihr, einen Spielkameraden/Spielkumpeline an die Seite
zu stellen. Aber sie fauchte alle Miezen in ihrer Nähe weg. Es war schon
seltsam, aber nach dem Tode von Schneewittchen duldete sie keine weiteren Katzen
in ihrer Nähe. Auch die war eine begnadete Mäusejägerin. Ihre
Lieblingsbeschäftigung war, die Mäuse die Tannen hoch zu jagen. Im Winter
genügte es ihr, nur wenige Stunden nach draussen zu gehen und die übrige Zeit
sich am Ofen zu wärmen, oder aber sich auf dem Schoss zu kuscheln. Leider
musste ich sie wegen Leberkrebs von ihrem Leiden erlösen lassen.

Gina (Herbst 1996 –
29.10.2002)
Mein Mann kam eines Tages abends von der Arbeit heim und schloss die
Kellertür auf. Da huschte eine kleine Katze zwischen seinen Beinen ins Haus. Er
rief mich dann und ich sah ein grau-weiss-getigertes Kätzchen. Als ich diesen
kleinen Wurm auf meinen Arm nahm, fing sie an zu schnurren. Impulsiv nannte ich
sie Gina. Wir gaben ihr erst einmal etwas zum Fressen und Trinken. Nachdem ich
sie dann auch noch von ihren Flöhen befreit hatte, kam sie mit nach oben. Sie
kuschelte sich gleich auf meinem Schoss zusammen. Neugierig kamen die anderen 5
Katzen an und wollten natürlich mal schnuppern. Diese kleine Maus war so
selbstbewusst, dass sie sie gleich anfauchte. Sie bewegte sich mit einer
Selbstsicherheit im Haus, als ob sie schon immer hier gewesen wäre. Unsere
Tierärztin sagte beim Besuch am nächsten Tag, dass diese Katze wohl aus
südlichen Gefilden käme. Trotz intensiver Suche war kein Besitzer zu finden.
Eigentlich wollten wir sie in liebevolle Hände abgeben, denn wir hatten ja schon
5 Katzen. Als aber ein Interessent nach ca. 8 Wochen kam, konnte ich sie nicht
mehr hergeben. Gina war frech wie Oskar, ärgerte manchmal die anderen Katzen,
versteckte sich gerne um eine Ecke und wehe, eine andere Mieze kam daher, dann
sprang sie mit Vergnügen diese an, dann war sie aber wieder die total
verschmuste Maus. Schubberte sich an ihre Spielkumpelinen. Ach, sie hatte
einfach unser Herz gewonnen und sollte bei uns alt werden dürfen. Aber leider
kam es ganz anders. Im Alter von 3 Jahren bekam sie von einem Tag auf den
anderen Epilepsy . Bei den ganzen Untersuchungen, die dann folgten, stellte sich
auch noch ein Herzfehler heraus. Wir fuhren damals nach Hannover, in der
Hoffnung, dass wir Hilfe bekommen könnten. Leider wurde uns damals abgeraten,
aufgrund ihrer Herzgeschichte sie in Narkose einem MRT auszuliefern. Es dauerte
einige Zeit, bis Gina mit ihren Medikamenten einigermassen gut eingestellt
war. Anfälle waren nicht mehr so häufig und sie konnte gut damit leben. Durch
ihre Erkrankung entwickelte sich eine sehr intensive Beziehung zwischen ihr und
mir. Sie wurde mein kleiner Schatten und liess mich nicht aus den Augen. Wenn
ich sie also nicht sah, wusste ich ganz genau, sie hatte wieder einen Anfall. In
diesen 3 Jahren liessen wir sie sehr sehr selten alleine, es war immer einer von
uns bei ihr. Im Alter von 6 Jahren bekam sie dann auch noch Wasser in Herz und
Lunge. Der Versuch, dieses mit Medikamenten zu beheben, schlug leider fehl und
wir mussten sie schweren Herzens erlösen lassen. Die kleine Maus fehlt mit so
sehr.

Mautzi (27.4.1990 – 30.11.2003)
Da sich meine Lebensumstände damals veränderten, entschloss ich mich nach dem
Tode von Dicki leider keine neue Katze zu haben, da einfach die Zeit fehlte. Ich
lernte dann aber meinen Mann kennen und konnte ihn recht schnell überzeugen,
dass einfach eine oder auch zwei Katzen zu unserem Leben dazu gehören müssten.
Zu dieser Zeit hatte eine Nachbarin einen Wurf junger Kätzchen. Bei unserem
ersten Besuch verliebte sich mein Mann in Mautzi und ich in die halbblinde
NitNit. Leider waren die Kitten noch zu klein und wir mussten warten. Endlich
durften sie dann bei uns einziehen. Mautzi entpuppte sich recht bald zu einer
sehr pflegmatischen Katze. Sie wollte nicht so viel spielen, sondern viel lieber
kuscheln oder aber ihr Schläfchen in Ruhe halten. Wehe, sie wurde dabei gestört,
dann konnte sie schon sehr fauchend reagieren. Aber die vielen Schmuseeinheiten
hatte sie immer sehr genossen. Leider mussten wir Mautzi dann erlösen lassen,
weil sie Nierenkrebs hatte.

Vipsy (Anfang April 1994 –
13.04.2004)
Vipsy war die Schwester von Susi und Krümel. Sie liebte es, am Tage draussen
ihre Runden zu machen, gemeinsam mit Susi auf die Mäusejagd zu gehen und dann
am späten Nachmittag sich drinnen zu wärmen. Leider hatte sie keinen leichten
Stand gegenüber ihrer Schwester Krümel. Diese trieb Vipsy so manches Mal durchs
Haus auf den Schrank. Sie tat mir dann immer sehr leid, aber es war leider nicht
möglich, dass sie sich vertrugen. Aber trotzdem kam sie immer wieder gerne nach
Hause und freudestrahlend rein.Sie war eine ganz bescheidene Maus und man musste
sie schon ermutigen, mal mit den anderen Katzen zu spielen. Auch Vipsy mochte es
nicht, auf den Arm genommen zu werden, dann konnte sie ganz schön strampeln.
Schmusen war immer dann angesagt, wenn sie es wollte. Eigentlich also ganz
normal. Unsere Katzen bestimmen eben den Zeitpunkt, wann sie kuscheln möchten.
Eines Tages bemerkten wir bei ihr Blutausfluss und nach mehren Untersuchungen,
bei denen kein Befund gefunden wurde, entschloss sich unsere Tierärztin, die zu
operieren und nach zu sehen. Es kam dann der traurige Anruf, dass sie sie
eingeschläfert hätte, da alle Organe von Krebs befallen gewesen waren.

NitNit (27.4.1990 –
16.10.2004)
Als wir damals bei unseren Nachbarn die Kätzchen aussuchten, kam mir ein
kleines schwar-weisses Etwas entgegen. Die Nachbarn sagten dann, dass sie auf
dem einen Auge blind und auf dem anderen Auge nur Licht und Schatten sehen
könnte und keine Freigängerin sein dürfte. Da für meinen Mann und mich klar war,
dass Mautzi und NitNit nur in der Wohnung sein sollte, war es kein Problem.
NitNit entpuppte sich sehr schnell als Kampfschmuser. Sie liebte es, dass ihr
Bauch massiert wurde und konnte so herrlich schnurren. Auch war sie eine sehr
soziale Katze. Alle anderen Katzen in unserem Haushalt gingen immer zu ihr hin
und liessen sich ablecken. Es war schon sehr lustig zu sehen, dass die anderen
Miezen sich vor sie hinsetzen und drauf warteten, dass NitNit ihres Amtes
waltete. Sie war der ruhende Pol in der Katzengemeinschaft. Jeder Neuzugang
wurde von ihr in die Gruppe integriert. Auch als sie dann im Alter von 8 Jahren
ganz erblindete, kam sie sehr gut mit ihrer Umgebung klar. Sie hatte immer nur
dann Probleme damit, wenn die Wohnung gründlich gereinigt wurde oder aber Möbel
umgestellt wurden. Aber mit unserer Hilfe klappte es immer sehr schnell, dass
sie sich wieder zurecht fand. Leider erkrankte sie dann an Kiefern- und
Wangenkrebs und um ihr das weitere Leiden zu ersparen, wurde unsere NitNit
erlöst.

Krümel
(Anfang April 1994 - 11.02.2008)
Krümel war die Schwester von Susi, vom Aussehen und Wesen aber ganz
verschieden. Als Krümel bei uns einzog, hatte sie kein Verlangen, tagsüber als
Freigängerin zu leben. Sie wollte in der Wohnung bleiben und hatte sich mit
unserer NitNit angefreundet. Mit ihr hatte sie gerne gekuschelt und manchmal
auch gespielt. Sie hatte am Anfang immer Angst, wenn Besuch zu uns kam, dann
war sie Staubwolke. Dies hat sich aber im Laufe der Jahre gelegt. Nach einigen Jahren bedrängte
sie unseren Besuch, damit sie ja auch ihre Streicheleinheiten bekam.
Krümel konnte sehr hartnäckig sein, wenn sie ihre Schmuseeinheiten brauchte.
Dann kam sie an und zwickte in den Arm oder machte sich mit einer Pfote
bemerkbar. Wenn man dann immer noch nicht reagierte, meckerte sie in den lautesten
Tönen. Man konnte sie einfach nicht ignorieren und musste diese liebe Maus
knuddeln. Auch sie hatte nicht so viel mit unseren jüngeren Katzen im Sinn, sie
waren ihr einfach zu wild. Voodoo wurde aber regelmässig von ihr abgeleckt. Ich
vermute, er erinnerte sie ein wenig an unsere NitNit. Leider erkrankte unser Krümmelchen an Leberkrebs. Wir hofften am Anfang, dass
wir noch einige Wochen mit ihr verbringen könnten, aber es ging ihr innerhalb
kürzester Zeit so schlecht, dass wir uns schweren Herzens entschlossen,
sie zur Regenbogenbrücke gehen zu lassen.

Susi
(Anfang April 1994 - 26.09.2009)
Ganz still und leise gingst Du fort.
Nun bist Du liebe Maus Deinen
Schwestern, Krümel und Vipsy über die Regenbogenwiese gefolgt. Unsere NitNit,
Deine beste Freundin wird oben bei Dir sein und Dir alles zeigen. Auch unsere
anderen verstorbenen Lieblinge wirst Du oben treffen, Du wirst also nicht
alleine sein. Du hattest
uns über 15 Jahre begleitet. Am Anfang warst Du sehr scheu und mit der Zeit
durften wir Dich streicheln. Früher als Freigängerin hatten wir manches Mal um
Dein Leben gebangt, weil Du mal wieder eine Vergiftung durch Kröten hattest. Mit 12 Jahren, nach
einer Erkrankung, wolltest Du auf einmal nicht mehr raus, sondern nur noch auf
den abgesicherten Balkon. Dort hattest Du immer die Sonne genossen. Mit der Zeit
hörtest Du immer schlechter, zum Schluss warst Du taub und auch das Sehvermögen
hatte stark nachgelassen. Da Du Gelenkprobleme hattest, bauten wir Dir überall
Podeste, damit Du Deine Lieblingsplätze erreichen konntest. Als wir in unser ebenerdiges Haus zogen,
konnte man sehen, dass Du froh warst, keine Treppen mehr steigen zu müssen. Du warst immer so bescheiden und für jede
Streicheleinheit dankbar. Am Abend des
25. September kamst Du noch wie stets zu
meinem Sessel und gabst Köpfchen und lagst einige Zeit bei mir und hattest die
Kuscheleinheiten genossen. Am nächsten Morgen um 6 Uhr fanden wir Dich im
Wohnzimmer auf dem Teppich. Erst dachten wir Du schläfst, aber Du warst still
über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir hoffen, dass Du sanft eingeschlafen
bist. Alle Katzen sassen um Dich herum und schienen sich zu verabschieden.
Wir hoffen,
dass es Dir jetzt jetzt wieder besser geht und Du wie ein junges Kätzchen mit
all unseren anderen verstorbenen Lieblingen herumhüpfst. Auch wenn unser Herz so
weint, so wissen wir, dass wir Dich und alle anderen Fellnasen eines Tages wiedersehen werden und uns dann
nichts mehr trennen kann. Leb wohl
meine süsse Maus, ich habe Dich lieb. In meinem Herzen wirst Du immer einen
besonderen Platz haben.

|